Ammon KG
Hydrokultur

Das System Hydrokultur

Es ist eine sehr pflegeleichte Kulturmethode. In der Hydrokultur wird die Pflanze ohne Erde kultiviert.Das System Hydrokultur setzt sich aus der Hydropflanze, einem wasserdichtem Gefäße und einem Wasserstandsanzeiger zusammen. Die verbleibenden Zwischenrräume werden mit Blähtonsubstrat aufgefüllt.

Hydropflanze:
werden in Kulturtöpfen herangezogen. Durch die seitlichen   und am Topfboden befindlichen Schlitze der Kulturtöpfe ist es den Pflanzen möglich in das Blähtonsubstrat zu wachsen und an das mit Nährstoffen angereicherte Wasser zu gelangen. Die Größe der Kulturtöpfe sind genormt.

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Wasserstandsanzeiger:
Dieser zeigt den Wasserstand im Gefäß an. Der bei den meisten Wasserstandsanzeigern integrierte Absaugschacht, dient zum Absaugen des alten und verschmutzten Wassers.
Auf dem Wasserstandsanzeiger befinden sich Begrenzungsmarken: Minimum - Optimum - Maximum (nicht bei jeder Type gleich!). Diese Begrenzungsmarken helfen für den richtigen Wasserstand im Hydrogefäß zu sorgen. Bei jedem Gefäß muß unbedingt die Funktion des Anzeigers überprüft werden, weil es sonst zu Wasserschäden durch Überwässern der Pflanzenwurzel kommt.

Richtiges Gießen:
Der im Gefäß vorherrschende Wasserstand wird durch den integrierten Bild4Wasserstandsanzeiger angezeigt.
Ist der Anzeigemesstab im Anzeiger auf die Minimum Marge abgesunken sollte durchschnittlich noch 3 Tage abgewartet werden bis das Pflanzengefäß wieder mit Wasser aufgefüllt werden kann.
Selbst wenn das Wasser auf die Minimalmarke abgesunken ist, so kann man von einen Wasserstand von ca. 1-2 cm ausgehen.
Da die Pflanzenwurzel Sauerstoff benötigt um nicht abzusterben ist es wichtig darauf zu warten bis auch diese Wassermenge verbraucht wurde. Eine kurze Trockenphase schadet der Pflanze keineswegs und kommt in der Natur auch oft vor. Natürlich sollte spätestens dann gegossen werden, wenn leichte Welkeerscheinungen an den Pflanzen sichtbar werden, aber werden Sie nicht nervös. Innerhalb eines Tages kann die Pflanze genug Wasser wieder aufnehmen und stellt sich wieder auf.
Ist der Pflanzenstandort dunkel kann 4-5 Tage gewartet werden, bei hellem Standort sollte die Wartezeit 2-3 Tage betragen.

Altes verbrauchtes Wasser:
Das Wasser sollte zumindest 1x pro Jahr durch eine Handpumpe oder Wasserstaubsauger aus dem Gefäß entfernt werden, um organische Pflanzenreste und Düngerrückstände zu entfernen.

Düngung mit LangzeitdüngerLangzeitdünger02
Gedüngt  wird entweder alle 3-4 Monate mittels Langzeitdünger (Lewatit Hd50). Der Dünger besteht aus Kunstharzkristallen auf deren Oberfläche Düngeionen aufgebracht wurden. Durch Austausch der positiv geladenen Düngeionen mit negativen Ionen im Wasser wird kontinuierlich Dünger ins Gießwasser abgegeben. Eine Versalzung kann bei diesen Düngern nicht vorkommen.

Düngung mit FlüssigdüngerFlüssigdünger
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ndererseits können Hydropflanzen auch mit Flüssigdüngern monatlich versorgt werden. Im Gegensatz zu den Flüssigdünger für Erdpflanzen ist hier die Salzkonzentration in der Düngerlösung geringer. Im Prinzip kann für die Hydrokultur jeder mineralische Flüssigdünger verwendet werden, nur darf die Konzentration nicht über 0,01% betragen.
Flüssigdünger auf organischer Basis sind für Hydrokulturen nicht
geeignet.

Umsetzen:
Hydropflanzen deren Gefäßdurchmesser < 50cm sollten umgesetzt werden, wenn die Pflanze für das Gefäß zu groß geworden sind.
Ab einer Gefäßgröße von 50cm Durchmesser können die Pflanzen durch gezielte Schnittmaßnahmen an die Gefäßgröße angepaßt werden. Die durchschnittliche Lebensdauer kann mit 10-15 Jahren angegeben werden.
Gelegentlich wird es notwendig sein, alten durch Kalkablagerungen und Staub verunreinigten Blähton von der Obefläche abzunehmen und gegen neuen auszutauschen.

Eine Erdpflanze auf Hydro umstellen:
Eine Umstellung ist möglich, doch sollte man dabei einiges beachten und muß gegebenenfalls mit dem Verlust der Pflanze rechnen.
Für den ersten Versuch sollte die Pflanze nicht zu groß sein. Die Pflanze darf zu dieser Zeit nicht in Blüte stehen. Das Vorhaben sollte im Frühjahr durchgeführt werden, da zu dieser Zeit mit einer guten Wurzelbildung zu rechnen ist. Die Erdpflanze wird aus ihrem Topf genommen, man beginnt die lockere Erde abzustreichen. Später wird der Wurzelstock der Pflanze so lange in Wasser gereinigt bis keine oder kaum Erdteile zu erkennen sind. Je genauer Sie dies durchführen können, um so besser wird die Pflanze die Umstellung überstehen. Danach wird die Pflanze in einen passenden Kulturtopf eingesetzt. Das Übergefäß wird mit Wasser aufgefüllt. Der Wasserstand ist bis Optimum aufzufüllen. Das Gießintervall ist wie bei einer normalen Hydropflanze einzuhalten, doch sollten keine zu langen Trockenphasen zwischen den Gießdurchgängen liegen. Die Pflanze in Ruhe lassen und abwarten. Daß die Pflanze während dieser Zeit Blätter verliert ist normal, weil die verlorenen Wurzeln durch Abwerfen der Blätter ausgeglichen werden müssen. Die Pflanze darf während dieser kritischen Zeit nicht direkt der Sonne ausgesetzt sein, ein halbschattiger Platz ist ideal. Nach 3-4 Monaten kann man die Pflanze als umgestellt betrachten
.

Weitere Information über Hydrokultur erhalten Sie auf www.hydrotip.de

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